Kolloquium Automatisierungstechnik (144 000)


Übersicht SS 2018





Einladung zum Kolloquium Automatisierungstechnik

Dr. Markus Behle (ETAS GmbH, Stuttgart) sprach über das Thema:

SCODE & CONGRA: Neue graphentheoretische Methoden für die Modellierung und Analyse hybrider Systeme

Systeme mit einer Mischung aus diskret schaltenden und kontinuierlich rechnenden Anteilen, wie z.B. regelungstechnische Systeme, zeigen meist in der Modellierung und Implementierung eine hohe Komplexität. Diese Komplexität ist oft deutlich höher als die der zu Grunde liegenden Physik. Die Bosch Forschung hat sich die letzten 10 Jahre mit diesem Problem beschäftigt und zwei neue Ansätze und Methoden zur Lösung gefunden: SCODE & CONGRA. Beide basieren auf Verfahren aus der Graphentheorie und wurden bereits in mehreren hundert Projekten in industriellen Anwendungen eingesetzt. Sie sind ein Beispiel dafür, wie Beiträge aus der akademischen Forschung in der industriellen Forschung aufgegriffen werden können und dann in der Industrie breiten Einsatz finden.

Ort: Gebäude ID, Etage 03, Raum 401

Termin: Dienstag, 24. April 2018, 15:00 Uhr

nach oben



Einladung zum Kolloquium Automatisierungstechnik

Dr.-Ing. Tobias Kleinert (BASF, Schwarzheide) sprach über das Thema:

Berufsfeld Automatisierungstechnik:
"Einblicke in die sicherheitsgerichtete Automatisierung bei BASF"

Dr.-Ing. Tobias Kleinert arbeitet seit seiner Promotion an der RUB 2005 bei BASF und leitete von 2013 bis 2017 die Fachgruppe "Validierungspflichtige Automatisierungslösungen" in Ludwigshafen. Seit 2017 ist er Leiter der Fachstelle Automatisierungstechnik am Produktionsstandort Schwarzheide. In seinem Vortrag stellt er ausgewählte Entwicklungsthemen der sicherheitsgerichteten Automatisierung bei BASF vor. Rückblickend auf sein Studium beantwortet er auch die Frage:

"Was bringt mir mein Automatisierungstechnik-Studium für meine Arbeit als PLT-Sicherheitsingenieur?"

Kurzer Lebenslauf von Tobias Kleinert:

  • bis 2000 Studium Maschinenbau RWTH
  • bis 2005 Promotion Elektrotechnik RUB
  • bis 2008 BASF Ludwigshafen - Prozessingenieur für Advanced Process Control
  • bis 2013 BASF Antwerpen - Technologie-Manager Automation für den HPPO-Prozess
  • bis 2017 BASF Ludwigshafen - Fachgruppenleiter Regulierungspflichtige Automatisierungslösungen
  • seit 2017 BASF Schwarzheide - Fachstellenleiter Automatisierungstechnik

Ort: Gebäude ID, Etage 03, Raum 401

Termin: Freitag, 18. Mai 2018, 14:30 Uhr

nach oben



Einladung zum Kolloquium Automatisierungstechnik

Stefan Krebs, M.Sc. (Karlsruher Institut für Technologie (KIT)) sprach über das Thema:

Intervallbeobachter für lineare parametervariante Systeme und deren Anwendung auf die Asynchronmaschine

In diesem Vortag werden neue Methoden vorgestellt, mit deren Hilfe Intervalle für die Zustandsgrößen von linearen parametervarianten Systemen unter Berücksichtigung beschränkter Unsicherheiten angegeben werden können. Zur Zustandsbestimmung selbst werden dazu zwei Arten von Intervallbeobachtern vorgestellt. Bei der ersten Variante beeinflussen sich die Grenzen gegenseitig, so dass die Dynamiken der Intervalluntergrenzen und die der Obergrenzen verkoppelt sind. Die zweite entwickelte Variante umgeht diese Verkopplung durch Einführung einer zeitvarianten Zustandstransformation.
Als praktisches Anwendungsbeispiel wird bei der Umsetzung der Methoden die Asynchronmaschine herangezogen. In diesem Fall werden beide Methoden um ein neuartiges Intervallmodell des Wechselrichters ergänzt, um die Nachbildung von Spannungsintervallen von Wechselrichtern basierend auf den üblicherweise vorhandenen, unsicherheitsbehafteten Messgrößen zu erhalten. Durch die Kombination dieser Methoden lassen sich unter Zuhilfenahme klassisch im Betrieb vorhandener Messgrößen Zustandsintervalle für ein klassisches lineares parametervariantes Modell einer Asynchronmaschine bestimmen.

Ort: Gebäude ID, Etage 03, Raum 401

Termin: Dienstag, 19. Juni 2018, 15:00 Uhr

nach oben



Einladung zum Kolloquium Automatisierungstechnik

Christoph Rösmann, M.Sc. (TU Dortmund) sprach über das Thema:

Zeitoptimale modellprädiktive Regelung

Die modellprädiktive Regelung stellt ein leistungsfähiges Regelungskonzept dar, das im Gegensatz zu klassischen Reglern explizit Zustands- und Stellgrößenbeschränkungen berücksichtigt. Für die Realisierung wird ein Modell des Prozesses, üblicherweise in Form eines (nicht-)linearen Zustandsraummodells, während der Regelung benötigt. Der Regler prädiziert mit diesem dynamischen Modell das zukünftige Systemverhalten über einen endlichen Horizont und ermittelt über eine Online-Optimierung die optimale Steuerfolge bezüglich eines gewählten Gütemaßes und definierten Nebenbedingungen. Dieses sogenannte Optimalsteuerungsproblem wird in jedem Abtastschritt wiederholt gelöst und die jeweils erste ermittelte Stellgröße aus der optimalen Steuerfolge wird zur Regelung eingesetzt. Ein vielversprechender Ansatz für Optimalsteuerungsprobleme mit minimaler Übergangszeit ist die explizite Berücksichtigung der Übergangszeit als Variable im Optimierungsproblem. Für zeitoptimale Regelungsaufgaben setzt sich die Steuerfolge dann aus wenigen Umschaltungen, die sich auf eine dynamische Diskretisierung stützen, zwischen den Stellgrößengrenzen zusammen. Verschiedene Formulierungen und Realisierungen der zeitoptimalen Modellprädiktiven Regelung werden vorgestellt und anhand von Benchmark-Beispielen und einem Experimentalsystem veranschaulicht.

Ort: Gebäude ID, Etage 03, Raum 401

Termin: Dienstag, 26. Juni 2018, 15:00 Uhr

nach oben




Rückblick

      WS 2017/2018 SS 2017 WS 2016/2017
SS 2016 WS 2015/2016 SS 2015 WS 2014/2015 SS 2014 WS 2013/2014
SS 2013 WS 2012/2013 SS 2012 WS 2011/2012 SS 2011 WS 2010/2011
SS 2010 WS 2009/2010 SS 2009 WS 2008/2009 SS 2008 WS 2007/2008
SS 2007 WS 2006/2007 SS 2006 WS 2005/2006 SS 2005 WS 2004/2005
SS 2004 WS 2003/2004 SS 2003 WS 2002/2003 SS 2002 WS 2001/2002